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Ziele

Eine gute Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Bestandteil kommunaler Daseinsvorsorge. Sie entscheidet über Lebensqualität, Sicherheit und Vertrauen – gerade in einer älter werdenden Gesellschaft. Unser Ziel ist es, eine verlässliche, qualitativ hochwertige und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Emden und der Region zu sichern.

Dazu gehört eine leistungsfähige Klinikstruktur ebenso wie eine starke Pflege, eine gute ärztliche Versorgung im ambulanten Bereich und verlässliche Notfallstrukturen. Eine gute Gesundheitsversorgung entsteht nur im Zusammenspiel vieler Akteure und durch klare Verantwortlichkeiten.

Für die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung sind die Kassenärztlichen Vereinigungen zuständig – nicht die Kommunen. Dennoch nehmen wir die Versorgungssituation in Emden sehr ernst. Wir wirken gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) aktiv darauf hin, dass sie ihrer Verantwortung für eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung gerecht wird.

Gleichzeitig nutzen wir die kommunalen Handlungsmöglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen. Mit dem eigenen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) leisten wir einen konkreten Beitrag zur Stabilisierung und Verbesserung der ambulanten Versorgung in Emden. Dieser Weg wird konsequent weiterverfolgt und weiterentwickelt.

Mit dem Umzug des Klinikums im Zuge der Zentralklinik Ostfriesische Meere entsteht zudem die Chance, den bisherigen Klinikstandort neu zu denken. Ziel ist es, dort einen Gesundheitscampus zu etablieren, auf dem medizinische, therapeutische und gesundheitsnahe Angebote gebündelt werden. So sollen Versorgungslücken geschlossen und die Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung weiter gestärkt werden.

Mit der Zentralklinik Ostfriesische Meere gestalten wir darüber hinaus einen notwendigen Strukturwandel im Krankenhauswesen. Ziel ist es, medizinische Qualität zu bündeln, Fachkräfte zu gewinnen und eine moderne, wirtschaftlich tragfähige und menschlich verantwortungsvolle stationäre Versorgung langfristig zu sichern.

Erreichtes

Die kommunalen Krankenhäuser der Trägergesellschaft – und damit auch der Standort Emden – können auf ein sehr starkes Jahr 2025 zurückblicken. Durch konsequente strategische Entscheidungen ist es gelungen, Wachstum und Qualitätsverbesserung nachhaltig zu verstetigen. Am Standort Emden wurden 2025 rund zehn Prozent mehr Patientinnen und Patienten stationär behandelt als im Vorjahr, gegenüber 2022 sogar über 30 Prozent mehr.

Bestehende Fachbereiche wie Unfallchirurgie, Orthopädie, Allgemein- und Neurochirurgie wurden gezielt gestärkt. Gleichzeitig konnten neue medizinische Schwerpunkte aufgebaut werden, darunter Thoraxchirurgie, Gefäßchirurgie und Gastroenterologie. Auch der Ausbau der Notaufnahme, der Radiologie und der Neuroradiologie sowie die hohe Qualität der pflegerischen Versorgung haben maßgeblich zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Besonders hervorzuheben ist, dass es gelungen ist, entgegen dem bundesweiten Trend zahlreiche zusätzliche ärztliche Vollkräfte für den Standort Emden zu gewinnen.

Ein zentraler Meilenstein ist das Projekt der Zentralklinik Ostfriesische Meere. Die Tiefbauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, der Übergang in die Hochbauphase ist erfolgt. Das Projekt befindet sich weiterhin im Zeit- und Kostenrahmen. Mit der gemeinsamen Namensgebung und der anstehenden gesellschaftsrechtlichen Fusion der Betriebsgesellschaften des Klinikums Emden und der UEK Aurich wurde zudem ein wichtiger organisatorischer Schritt vollzogen.

Damit wird in Ostfriesland ein lange notwendiger Strukturwandel in der Krankenhausversorgung umgesetzt – mit klarer medizinischer Ausrichtung, hoher Qualität und dem Ziel, die Versorgung für Patientinnen und Patienten sowie die Arbeitsbedingungen für Beschäftigte dauerhaft zu verbessern.

Gesundheit & Daseinsvorsorge